31.08.2021

Präsenzpflicht in Schulen aussetzen

Die Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen kritisiert das Bildungsministerium für die schlechte Vorbereitung der Schulen auf den Schulbeginn.

„Das Bildungsministerium hat die Sommerferien verschlafen und keine ausreichenden Maßnahmen getroffen, um die Schülerinnen und Schüler vor einer Corona-Infektion zu schützen. Stattdessen zwingen sie durch eine Präsenzpflicht die Kinder und Jugendlichen in die Schule. Wir setzen uns klar dafür ein, dass die Präsenzpflicht wieder ausgesetzt wird. Schülerinnen und Schüler sollten gemeinsam mit ihren Eltern selbstständig abwägen, ob sie sich dem Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus aussetzen wollen oder nicht“, erklärt Wolfgang Aldag, bildungspolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion.

„Die schlechte Ausstattung der Schulen ist auch besorgniserregend. Zwei Tage vor Schulbeginn weiß das Bildungsministerium nicht, wie viele Schulen mit Luftfiltern ausgestattet sind und werden müssen“, beklagt Aldag.

Susan Sziborra-Seidlitz, gesundheitspolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion, mahnt an: „Wir müssen die Schülerinnen und Schüler bestmöglich vor einer Infektion in den Schulen schützen. Dazu gehören Luftfilter, konsequente Kontaktnachverfolgungen aber auch ergebnissichere Tests. Schnelltests sind fehleranfällig, deshalb sollte das Land auf PCR-Pooltestungen wie in anderen Ländern wechseln. Dabei nehmen Kinder und Jugendliche die Proben selbst mittels Lollitest, im Labor werden alle zusammengeführt und als eine Probe analysiert. Wenn das Ergebnis negativ ist, sind alle Schülerinnen und Schüler der Klasse negativ. Im Falle eines positiven Ergebnisses können dann individuelle PCR-Tests gemacht und die Klasse in Quarantäne geschickt werden. Mit dieser kostengünstigen Variante haben alle Schulangehörigen mehr Sicherheit, die Durchseuchung bei Kindern und Jugendlichen wird effektiv verhindert.“

Yves Rackwitz

Mitarbeiter für Presse und Kommunikation